Sozialdokumentarische Fotografie
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Projekt: Erinnerungs- und Geschichtspolitik
Stand: 7.07.2018
 

Das Projekt befindet sich im Aufbau. Kommentare/Kritik/Anregungen sind willkommen. Hilfreich wäre es, dieses Projekt zusammen mit anderen zu verfolgen.

Die Website wird gerade umgebaut, da durch den Umfang des Materials bedingt jede Gedenkstätte eine eigene Seite bekommen wird.

 
 
Der Artikel "Volkstrauertag" in der Wikipedia thematisiert auch den "Heldengedenktag" als dessen NS-Variante
 

Die Gedenkanlagen haben m. E. eine doppelte Aufgabe: sie stützen einerseits die Trauer und Erinnerung der Hinterbliebenen und der Gemeinde. Gerade in kleineren Ortschaften dürften die Lücken, die die Gefallenen hinterließen, sehr spürbar gewesen sein. Andererseits bedeutet der Versuch, dem Tod der Männer einen Sinn zu geben, eine Geschichtsinterpretation. Hierbei ist der Umgang mit den (bisher) zwei Weltkriegen von Interesse. Weiterhin wird der Frage nachzugehen sein, wie den Kriegs- und Regimeopfern, die nicht als Gefallene rubriziert werden, gedacht wird. Dies gilt besonders für den 2. Weltkrieg.

Außerdem: wann hat wer welche Initiative zur in Gedenksteine umgesetzten Erinnerungs- und Geschichtspolitik ergriffen? Wie stehen die heutigen Bewohner dazu? Gibt es zusätzlich individuelle Grabsteine?

 
Bisher im Bild erfasste Gedenkstätten
Region Göttingen
über die Region hinaus
  • Detmolder Regiments-Denkmal
  • Hamburg
  • Kassel
 

Literatur

  • Gottschalk, Carola (Hg.) :
    Verewigt und vergessen. Kriegerdenkmäler, Mahnmale und Gedenksteine in Göttingen.
    Göttingen 1992, Schmerse.
Gladebeck
Die Gedenkstätte befindet sich auf dem Thieplatz von Gladebeck
 
3 Gefallene im Deutsch-Französischen Krieg 1870/71
22 Gefallene im I. Weltkrieg
 
 
 
 
 
68 Gefallene und Vermisste im II. Weltkrieg
Die Ursachen der Besonderheiten dieser Gedänkstätte werden noch recherchiert (kpw 17.8.2017)
Für den 2. Weltkrieg wird der Tod von 4 Einwohnern einfach registriert. Dazu nutzt man den vorhandenen Stein (zwei Seiten sind noch zu vergeben). Der Unterschied der kriegsführenden Regime scheint (so vermute ich) hier auf.
Landolfshausen
Gedenkanlage für die Gefallenen des 1. und des 2. Weltkrieges in Landolfshausen/Landkreis Göttingen. Die Anlage liegt im engsten Kirchenumfeld.
Eine Besonderheit liegt darin, dass der mittlere Gedenkstein den Toten des 2. Weltkriegs gilt. Die Baugeschichte der Anlage ist zu recherchieren, insbesondere, wie die Fassung nach dem 1. Weltkrieg aussah.
Zwei Tafeln für die einheimischen Opfer der 1. Weltkrieges unter Verzicht auf Helden und Vaterland.
Namen mit Dienstgrad, Datum und Ort werden genannt. Es fehlt der Hinweis "gefallen"
Die Tafel für die verzeichneten Opfer des 2. Weltkrieges benutzt eine andere Schrift, nennt keine Orte mehr und unterscheidet Gefallene, Verstorbene und Vermisste.
Niedernjesa
Gedenkanlage für die Gefallenen des 1. und des 2. Weltkrieges in Niedernjesa/Landkreis Göttingen. Die Anlage liegt am Ortsrand auf dem Friedhofsgelände.
"Zum Andenken an unsere tapferen Helden"
Auf der Tafel zum 1. Weltkrieg wird zwischen "gef = gefallen" und "gest = gestorben" differenziert
Auf dieser Tafel werden vier Daten mit "gef = gefallen" genannt, die nach Ende der Kampfhandlungen liegen.
 
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