Sozialdokumentarische Fotografie
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Langensalza-Denkmal in Göttingen
Start: 10.6.2018
"Den in der Schlacht bei Langensalza gefallenen oder später ihren Wunden erlegenen Hannoverschen Soldaten aus dem Aushebungsdistrict Göttingen."
Das Denkmal steht auf dem Grünstreifen zwischen Berliner Straße und dem Wall nördlich der Einmündung der Goethe-Allee
 
"Das Langensalza-Denkmal ist nicht nur das älteste Kriegerdenkmal in Göttingen, sondern aufgrund seiner historischen Umstände auch ungewöhnlich. Errichtet wurde es für die im Deutschen Krieg 1866 Gefallenen der Schlacht von Langensalza. Im Krieg gegen Preußen erlitt das Königtum Hannover - mithin auch Göttingen - bei Langensalza eine schwere Niederlage. Sie besiegelte das Ende Hannovers, das fortan nur noch als preußische Provinz existierte. Unter dieser Perspektive erwies sich das Denkmal als von besonderer Brisanz. Das Komitee, das sich zur Denkmalsinitiative zusammengeschlossen hatte und dem vorwiegend Veteranen und Verwandte der Gefallenen angehörten, stand vor dem Dilemma, diejenigen ehren zu wollen, die sich für eine Vaterland geopfert hatten, das aufgrund der veränderten politischen Verhältnisse so nicht mehr existierte: Wofür eben noch gekämpft wurde, gehörte nun der Vergangenheit an"(Silke Rautenberg, S. 21)
 
Schlacht bei Langensalza am 27. Juni 1866
 
Die Namen der Toten - nach meiner Zählung werden hier 16 genannt ..

... und hier 19, insgesamt also 35. Bei Meinhardt (S. 70) werden 38 Gefallene genannt, wobei er sich auf einen Artikel des GTs von 1936 stützt.

 
  • Meinhardt, Günther: Garnisonstadt Göttingen. Bilder aus 350 Jahren Stadtgeschichte. Göttingen ohne Jahr
  • Silke Rautenberg: Wenn das Vaterland ein anderes wird. Das Langensalza-Denkmal. In: Gottschalk, Carola (Hg.) :
    Verewigt und vergessen. Kriegerdenkmäler, Mahnmale und Gedenksteine in Göttingen. Göttingen 1992, Schmerse. S. 21-24
 
 
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